Gesangverein Frohsinn Kronau e. V.
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Weihnachtskonzert

Weihnachtskonzert

26.12.2010 - Lobgesang zum Weihnachtsfest Nun freut euch ihr Christen, singet Jubellieder „Früher sang man die Lieder, heute werden sie interpretiert“. Dieser Ausspruch stammt vom russischen Sänger Anatoli Ras. Das war aber in der Kronauer Pfarrkirche St. Laurentius am vergangenen Sonntag ganz anders, als der Gesangverein Frohsinn zum vorweihnachtlichen Konzert geladen hatte. Hunderte Zuhörer lauschten andächtig den wunderschönen Stimmen aus allen Chorgattungen, die viele auserlesene Kompositionen perfekt intonierten und zusammen mit der Mezzo- Sopranistin Sarah Maria Bahr und dem Bläserquartett „Molto Vento“ das erhabene Kirchenschiff mit wunderschönen Tönen erfüllte.

Musikdirektor Richard Trares, der die Sänger virtuos auf dem Klavier begleitete, verstand es Männer- und Frauenchor, den kleinen Chor des Vereins „New Spirit“ und den kräftigen Raum füllenden dunklen Mezzosopran von Sarah Maria Bahr zu ständig wechselten bestens harmonierenden Symbiosen zusammen zu stellen.

Schon der Einzug des Kerzen tragenden Frauenchors, der vom Männerchor mit dem „Gruß für viele Jahre (Muoganja Latta)“ auf dem Voraltar empfangen wurde zeugte vom feierlichen Charakter der Veranstaltung.

Beim Entrade füllte das Bläserquartett „Molto Vento“ mit Heidi und Jascha Trares, sowie Leander und Tim Vogel, das Kirchenschiff wie einst die Trompeten von Jericho, mit erhabenen Klängen.

Mit dem „Jubilate Deo“ von Lászlò Halmos und dem „Ave Maria“ von Bepi die Marzi bewies der Männerchor die Vielfalt seines sängerischen Vermögens.

„Sei Stille dem Herrn“ sang schließlich die Eggensteiner Mezzosopranistin Sarah Maria Bahr mit wundervollem Timbre.

Die Sparte der Adventslieder eröffnete schließlich der Männerchor mit „Es Kommt ein Schiff“, „Maria durch den Dornwald ging“ war der Part von „New Spirit“ mit Toni Heß als Solisten und Sarah Bahr, die auch das Lied aus dem Gotteslob „Wie soll ich dich empfangen“ sang. „Macht hoch die Tür“ mit Männerchor, der Solistin, und Molto Venti“ war schließlich ein erstes High light.

Der Frauenchor glänzte beim „Ave Maria“ von Franz Abt, dem „Halleluja“ von Leonhard Cohen und „Puer Natus“ von Josef Rheinberger.

Nomen est omen hieß es beim jungen Chor „New Spirit“ und den vereinseigenen Solisten Toni Heß und Dominik Kanzler die sich in den Liedern „Mary had a Baby“, und „Follow that star“, auszeichneten.

Bei „Felice Navidad“ dem zeitgenössischen Weihnachtsohrwurm von José Feliciano wippten etliche Zuhörer mit den Beinen.

Ein weiterer Höhepunkt war das weltweit bekannteste Weihnachtslied „Stille Nacht“ von Franz Gruber bei dem die weiche einschmeichelnde Stimme der Mezzosopranistin und der voluminöse Männerchor die perfekte Klangfarbe erzeugten.

Das gelang auch ein Lied danach mit dem französischen „Cantique de Noel“ von

Adolphe Adam. „Noel, Noel voici le Redempteur…, Weihnacht singen wir dem Erlöser“, gewaltig ließen der Männerchor und Sarah Maria Bahr das Kirchenschiff erbeben, als der Hörgenuss selbst dem unbedarftesten Konzertbesucher eine Gänsehaut über den Rücken jagte.

Dirigent Richard Trares, Gesamtkonzeptionist des Konzertes, hatte noch ein Zuckerstück in petto, als er beim Finale das Publikum zum Mitsingen einlud.

Der Frauenchor stimmte das „Adeste fideles“ an, das „New Spirit“ in englischer Sprache („come all ye faithful“) fortsetzte, bevor schließlich alle Kirchenbesucher, in die deutsche Fassung „Nun freut euch ihr Christen, singet Jubellieder“ einstimmten.

Dem gemeinsamen Gesangserlebnis folgte minutenlanger Beifall, den sich alle Beteiligten mit überzeugender Kunst und effektvoller Ausstrahlung verdient hatten.

Frieder Scholtes

 

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